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Webinar · Aufzeichnung

AI-Enablement statt Tool-Hype: Wie Teams wirklich AI-ready werden

AI-Enablement statt Tool-Hype: Wie Teams wirklich AI-ready werden

Mit Sarah-Yasmin Hennessen

Ihr habt KI im Unternehmen eingeführt, die Lizenzen laufen, die Richtlinie steht und genau zwei Leute im Team sind begeistert. Der Rest arbeitet weiter wie 2023 und hofft, dass das Thema von selbst vorbeigeht. Genau da endet die Tool-Frage und fängt die eigentliche Frage für dein Team an: Warum spart eine Technologie, die alle für revolutionär halten, in eurem Alltag kaum Stunden ein? Sarah zeigt, wie AI-Enablement funktioniert, das tatsächlich dein Team mitnimmt und einen Mehrwert fürs Unternehmen schafft. Du bekommst ein Framework, mit dem du dein Team souverän in eine effektive KI-Nutzung führst und das auch dann funktioniert, wenn die Hälfte des Teams noch nicht will. Kein Best-Practice-Deck, sondern ein Vorgehen, mit dem du noch heute anfangen kannst.

Die Aufzeichnung gibt es mit einem kostenlosen Konto in der OXD App.

Das lernst du

  1. Warum der ROI ausbleibt
    Die typischen Gründe, warum freigegebene Tools kaum Wirkung entfalten.

  2. Die richtigen Workflows finden
    Wie dein Team die Anwendungsfälle identifiziert, bei denen KI tatsächlich Arbeitszeit spart, statt eine weitere Aufgabe zu ergänzen.

  3. Skepsis und Überforderung auflösen
    Was es braucht, damit auch zurückhaltende Kolleginnen und Kollegen einsteigen, und welche Formate und Argumente dabei wirklich tragen.

  4. AI-Enablement-Framework
    Ein strukturiertes Vorgehen, mit dem du Kompetenzen systematisch aufbaust und KI-Nutzung über den Pilotstatus hinaus im Team verankerst.

Unterlagen zum Webinar:
«Dein Praxis-Guide für ein Team, das KI sinnvoll einsetzt.
Mit dem Guide kannst du die Inhalte aus dem Webinar in Ruhe nachlesen und direkt damit weiterarbeiten.
Mit Checklisten, Vorlagen und Prompts für die sechs Level des AI-Enablements.

Speaker

  • Sarah-Yasmin Hennessen

    Gründerin, Marketana

    Sarah-Yasmin ist KI-Beraterin, Trainerin und Speakerin und bringt Künstliche Intelligenz aus dem Pilotprojekt in die tägliche Anwendung. Als Certified Digital Marketing Managerin arbeitet sie seit über 16 Jahren im Content- und Marketing-Business und berät mit ihrem Unternehmen Marketana Unternehmen, Konzerne und Institutionen. Sie vermittelt KI praxisnah anhand konkreter Beispiele aus dem Arbeitsalltag und entwickelt maßgeschneiderte KI-Agenten, etwa für die Prüfung von Leistungsverzeichnissen oder die Content-Produktion in Agenturen. Ihre Seminare erreichen bei über 300 Teilnehmerbewertungen einen Net Promoter Score von 86. Sarah-Yasmin war bereits auf der OMX-Bühne zu hören und ist Co-Host des 121WATT Podcast.

Inhalt

Die Lizenzen sind gekauft und die Richtlinien stehen, trotzdem arbeitet ein Großteil des Teams weiter wie bisher. Sarah-Yasmin, KI-Beraterin und Trainerin, zeigt ein Sechs-Phasen-Modell, mit dem Teams KI sinnvoll in den Arbeitsalltag bringen. Der Vortrag ist für Führungskräfte, Teamleads und alle relevant, die AI Enablement im Unternehmen verantworten.

Warum Lizenzen allein nichts verändern

Laut einer aktuellen Umfrage setzen 57 Prozent der Unternehmen KI ein, doch nur 3 Prozent der Befragten schöpfen das Potenzial stark aus, rund 59 Prozent kaum. Im Team begegnen dir meist drei Typen: Mia, die Enthusiastin, die schnell ist, aber zu wenig prüft. Jonas, der Normalnutzer, der bei Kleinkram wie E-Mails und Zusammenfassungen bleibt. Und Petra, die Skeptikerin, die nach einer Halluzination einen Haken an das Thema gemacht hat.

Die gemeinsame Wurzel: Niemand wurde wirklich abgeholt. KI ist das mächtigste Tool mit dem einfachsten Interface, und das täuscht über den Lernaufwand hinweg. Bei Excel würde niemand erwarten, dass es ohne Einarbeitung sofort perfekt bedient wird. Zudem meldet KI Bedienfehler nicht, sondern füllt Lücken mit Wahrscheinlichem auf. Deshalb überschätzen sich viele Nutzer selbst.

Fundament und Verständnis zuerst

Wichtig ist eine Grundhaltung ohne Druck. Kommuniziere klar, wohin die Reise geht, und nimm Ängste um den Job sowie den Abschiedsschmerz ernst. Dann folgt das Fundament: eine echte Toolentscheidung für das ganze Team, eine Datenschutz-Verbotsliste (was nicht verboten ist, ist erlaubt) und eine feste Ansprechperson für Fragen.

Danach geht es in den Maschinenraum: Next Token Prediction, Trainingsdaten, Websuche und die Entstehung von Halluzinationen. Dieser halbe Tag ist laut Sarah-Yasmin der größte Hebel, weil Petra Vertrauen gewinnt und Mia versteht, warum jeder Output geprüft werden muss. Im Cockpit lernt das Team jeden Knopf kennen (Projekte, eigene Dateien, Reasoning, Modellauswahl) sowie eine einfache Dreier-Regel fürs Prompting: klare Aufgabe, Zielsetzung, Kontext.

Workflows bauen, messen und verankern

Im Pilotteam wählst du Aufgaben, die regelmäßig anfallen, bei denen menschliche Intelligenz kein großer Mehrwert ist und deren Unterlagen digital vorliegen. Ein Praxisfall zeigt den Unterschied: Eine Keyword-Recherche mit 6.000 bis 7.000 Keywords pro Markt kostete manuell 200 Stunden mit vier Personen. Einfach KI daraufzuwerfen brachte erfundene Suchvolumen und explodierende Kosten. Erst die Zerlegung in Einzelschritte half: KI übersetzt und clustert, ein n8n-Workflow holt Daten und filtert per Regel. So sanken Fehler und Kosten.

Vor dem Livegang definierst du Kennzahlen wie Zeit, Qualität, Kosten und Nutzung und misst vorher, nach vier Wochen und nach drei Monaten. Zur Verankerung dient ein Trainer-Ansatz mit Mia und Jonas, ein Toolkatalog mit Testlizenzen, ein wöchentlicher „AI Hit und AI Shit“ im Meeting, tool-unabhängige Dokumentation und ein Quartalsrückblick.

Typische Stolpersteine und Fragen

Scheitern droht durch Vendor Lock-in, fehlende Zielkommunikation und vor allem durch fehlende Zeit. Plane mindestens 30 bis 60 Minuten pro Woche ein. In der Fragerunde empfiehlt Sarah-Yasmin Business-Lizenzen für alle, da sie AV-Vertrag und Trainingsausschluss mitbringen und Bring your own AI mit Gratis-Accounts verhindern. Für sensible Daten nennt sie lokale Anonymisierung oder Tools wie Private.

Die wichtigsten Takeaways

  • Blocke Lernzeit von mindestens 30 bis 60 Minuten pro Woche für dich und dein Team.
  • Frage zu Beginn ein Stimmungsbild ab, um zu erkennen, wie viele Mias, Jonas und Petras du im Team hast.
  • Entscheide dich für ein Tool, kaufe Business-Lizenzen für alle und erstelle gemeinsam mit einer Datenschutzexpertin eine Verbotsliste.
  • Schule zuerst das Grundverständnis (Funktionsweise, Halluzinationen), dann die Tool-Bedienung und das Prompting.
  • Zerlege Prozesse in Einzelschritte, setze KI nur gezielt ein und miss den Erfolg ehrlich.
  • Dokumentiere Workflows außerhalb der Tools, um Vendor Lock-in zu vermeiden.