Dieser Vortrag ist kostenlos für dich!

Die Keynote der SEOkomm 2025 von Bastian Grimm

»SEOkomm Keynote: The Next Frontier of Discovery – Von Suchergebnissen zu Antworten, Aktionen und Momenten.«

Bereits zum fünften Mal eröffnet Bastian die SEOkomm mit seiner viel erwarteten Keynote. Auch in diesem Jahr gibt er spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen im Bereich der Suche. Ein inspirierender Auftakt mit Ausblick auf das, was die Branche bewegt – und bewegen wird.

Bastian Grimm

Bastian Grimm gilt als renommierter Experte für Enterprise SEO im internationalen Kontext sowie für KI im Digital Marketing. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in diesem Bereich wurde er 2019 bei den European Search Awards als „Search Personality of the Year“ ausgezeichnet. Bastian weiß, worauf es im internationalen Marketing ankommt: Nicht nur effiziente Prozesse, sondern vor allem ein umfassendes Verständnis der Zielmärkte sind entscheidend – sowohl auf sprachlicher Ebene als auch in kultureller Hinsicht.

Inhalt

Bastian beleuchtet in seiner Keynote, wie sich digitale Sichtbarkeit, Suche und das Web insgesamt durch den Aufstieg von Generative AI, agentischen Systemen und neuen Interface-Paradigmen fundamental verändern. Der Vortrag richtet sich an SEO-Profis, Digitalmarketer, Agenturen und alle, die verstehen wollen, wohin sich Discovery, Content und technische Infrastruktur in einer AI-getriebenen Welt entwickeln.

Von der Suche zum Interface: Wie AI die Nutzererfahrung neu definiert

Bastian argumentiert, dass Foundation-Modelle klassische Interfaces ablösen werden: AI wird Oberflächen künftig on the fly, personalisiert und gerätespezifisch generieren, statt statische Webseiten auszuliefern. Multimodalität – Text, Bild, Video, Voice – wird dabei der Standard. Beispiele wie der Google AI Mode mit Restaurantreservierungen direkt im Chat, Agentic Checkout ohne Besuch der Händlerseite sowie Projekte wie Mariner und Astra zeigen, dass Klicks auf externe Seiten systematisch an Bedeutung verlieren. Inhalte konkurrieren künftig direkt im Interface, nicht mehr auf der Suchergebnisseite.

Bastian stellt klar, dass Zero-Click-Searches weiter steigen, während AI-Tools klassischer Suche noch keine signifikanten Marktanteile wegnehmen. Google entwickelt sich dabei von fragmentierten Funktionen hin zu einem einheitlichen System, das Intent und Kontext automatisch interpretiert – unabhängig davon, ob getippt, gesprochen oder ein visueller Input genutzt wird.

Content, Daten und maschinelle Lesbarkeit als neue Sichtbarkeitsgrundlage

Sichtbarkeit in agentischen Systemen entsteht nicht mehr auf URL- oder Domain-Ebene, sondern auf Absatz- und Passage-Ebene: Jede Textpassage muss als eigenständige, überprüfbare Antwort funktionieren. Gleichzeitig verschiebt sich der Wettbewerb in den Daten-Layer: Nur was maschinenlesbar, strukturiert und stabil verfügbar ist, kann in agentischen Workflows überhaupt auftauchen. Aktuell ist lediglich eines von fünf Unternehmen dazu in der Lage.

Bastian stellt eine Reihe emergenter Protokolle vor – darunter NL Web, MCP, das Google-Zahlungsprotokoll AP2 und das OpenAI Apps SDK –, die Marken in agentische Workflows integrierbar machen. Wer diese Protokoll-Schicht ignoriert, wird in zukünftigen Systemen schlicht nicht auftauchen. Saubere Daten sind damit die neue SEO.

Vertrauen, Souveränität und die Grenzen von AI-Agenten

Mit zunehmendem Einsatz von Agenten wird Vertrauen zum strategischen Hebel: Plattformen werden Inhalte mit klar belegbarer Herkunft, Zitierfähigkeit und Autorität bevorzugen. Deepfakes, das Alignment-Paradox (Modelle lernen, Täuschung besser zu verbergen) und die fehlende Trust-Infrastruktur zeigen, dass Sicherheitsmechanismen direkt ins Modell verlagert werden müssen. Googles E-E-A-T-Konzept gewinnt dabei systemübergreifend an Relevanz.

Auf europäischer Ebene mahnt Bastian an, dass digitale Souveränität eine dringende politische Aufgabe ist: Europa verfügt über keinen eigenen AI-Stack, nur 3 % des globalen Compute-Anteils und erhält lediglich 12 % des globalen AI-Fundings. Gleichzeitig fragmentiert sich die Welt in regionale und vertikale Modelle mit unterschiedlichen Regeln – was Marken zwingt, Multi-Ökosystem-fähig zu werden.

Die wichtigsten Takeaways

  • Passagen statt Seiten optimieren: Jeder Absatz muss als eigenständige, überprüfbare Antwort funktionieren – Domain-Autorität allein reicht nicht mehr.

  • Datenarchitektur priorisieren: Wer keine strukturierten, maschinenlesbaren und aktuellen Daten bereitstellt, wird in agentischen Interfaces unsichtbar bleiben.

  • Protokoll-Schicht verstehen: Standards wie NL Web, MCP oder AP2 entscheiden darüber, ob Marken in agentische Workflows integrierbar sind – technisches Verständnis wird zur Pflicht.

  • Vertrauen maschinenlesbar machen: Transparenz, Provenance und Markenautorität müssen strukturiert verfügbar sein; digitale Wasserzeichen und Pflichtkennzeichnung werden Ranking-Kriterien.

  • Multimodalität jetzt angehen: Inhalte müssen für Bild, Video, Sprache, Datenfeeds und Protokolle funktionieren – nicht nur für klassische Webseiten.

  • Multi-Ökosystem-Strategie entwickeln: Sichtbarkeit entsteht künftig auf mehreren Plattformen mit unterschiedlichen Regeln gleichzeitig – wer nur einen Kanal bespielt, verliert.

Was sind die Online Expert Days?

Die Online Expert Days vereinen, was schon immer zusammengehört: die OMX und die SEOkomm. Die Fachkonferenzen für Online Marketing und Suchmaschinenoptimierung am 26. & 27.11.2026 im Herzen von Salzburg.
Gleich Ticket sichern!