In seiner SEOkomm-Keynote zeigt Bastian, wie KI, neue SERP-Formate und AI-Overviews Suche und organische Sichtbarkeit verschieben – und warum Google Nutzer:innen zunehmend im eigenen Ökosystem hält. Zwischen Unsicherheit, Hype und Kontrollverlust wird klar: Wer künftig sichtbar bleiben will, braucht weniger „Tricks“, sondern Marke, Information Gain und Omnichannel-Präsenz entlang einer nicht-linearen Search Journey.
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Bastian Grimm gilt als renommierter Experte für Enterprise SEO im internationalen Kontext sowie für KI im Digital Marketing. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in diesem Bereich wurde er 2019 bei den European Search Awards als „Search Personality of the Year“ ausgezeichnet. Bastian weiß, worauf es im internationalen Marketing ankommt: Nicht nur effiziente Prozesse, sondern vor allem ein umfassendes Verständnis der Zielmärkte sind entscheidend – sowohl auf sprachlicher Ebene als auch in kultureller Hinsicht.
Im Kern zeichnet der Vortrag ein klares Bild: SEO ist 2024 nicht einfach „komplexer“ geworden, sondern strukturell im Umbruch. Mehrere Entwicklungen – vom Google-Leak über Qualitäts- und Transparenzprobleme bis hin zu AI-Overviews und neuen SERP-Formaten – führen zu einem gemeinsamen Ergebnis: Google hält Nutzer:innen stärker im eigenen Ökosystem, während klassische organische Klickpfade an Wert verlieren. Die zentrale Konsequenz lautet: Wer langfristig gewinnen will, braucht mehr Marke, mehr Plattformbreite und besseren, eigenständigen Inhalt – nicht nur mehr Taktik.
Der Leak rund um interne Google-Dokumente wird eingeordnet als wertvoller Architektur-Einblick (viele Module und Attribute), aber ohne direkte „Ranking-Faktor-Liste“. Entscheidend ist die Einordnung: Viele SEO-Annahmen wurden eher bestätigt als widerlegt. Der Vortrag kritisiert dabei den teils aggressiven Ton der Debatte und betont als wichtigstes Learning: Vertraut dem eigenen Testing, statt externen Heilsversprechen. Beispiele zeigen die typische Google-Logik in den Details: Klickdaten können etwa über Systeme wie Navboost wirken – jedoch post-ranking, wodurch frühere Aussagen nicht zwingend „Lügen“ sind, sondern kontextabhängig.
Als besonders problematisch wird die Entwicklung der Suchergebnisqualität beschrieben: mehrere große Updates, Kollateralschäden rund um Helpful Content, geringe Transparenz und ein fragwürdiger Shift, bei dem kleinere Seiten verlieren und Plattformen wie Reddit stark profitieren. Ein Creator-Event wird als ernüchternd geschildert: Betroffene Publisher bekamen sinngemäß den Eindruck, man könne ihnen nicht helfen – „baut neue Domains“. Das verstärkt das Gefühl eines Systemwechsels, in dem klassische Recovery-Mechaniken schwächer greifen.
AI-Overviews werden als strategisches Instrument gesehen, das nicht nur Antworten liefert, sondern Suchpfade verlängert (z.B. über Highlight/Highlighter als Follow-up-Suche) – Stichwort „Artificial Queries“. Parallel verändern neue SERP-Flächen wie das Product Grid das Klickverhalten deutlich: Für E-Commerce verschiebt sich der Fokus von Kategorie- auf Produktdetailseiten, während Google selbst immer stärker zur „aggregierten Produktdetailseite“ wird (Knowledge Panels, QuickView-Tests, AR-Elemente). Der Tenor: On-SERP wird zur primären Experience – weniger Abgabe an Publisher.
Der Vortrag löst die Zukunftsfrage bewusst über Branding: Nutzer:innen klicken eher auf Wiedererkennung, was über interne Systeme zu post-ranking Vorteilen führen kann. Ein Report zur Markenbekanntheit dient als Argumentationsbasis: Awareness verbessert Conversion-Effizienz deutlich, bis zu einer sinnvollen Schwelle. Daraus folgt ein Strategiewechsel: Weg vom eindimensionalen Funnel hin zur nicht-linearen, plattformübergreifenden Search Journey, in der Markenpräsenz SEO in „Problem-Situationen“ stützt und langfristig Conversions stabilisiert.
Mit Blick auf 2025/26 wird ein weiterer Wandel skizziert: analog zu Mobile-First könnte Agent-First kommen. Agentische Systeme können Informationen autonom beschaffen, Tools wählen, Prompts selbst erzeugen und iterieren (Agentic RAG). Das wirft die Grundfrage auf, ob das Web künftig stärker für Maschinen optimiert wird. Gleichzeitig lautet die pragmatische Empfehlung: AI-assisted Arbeiten sollte Standard sein, während Unternehmen ihre Sichtbarkeit plattformübergreifend absichern müssen – inklusive Social Search (z.B. TikTok) und neuen Shopping-Formaten.
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