Bastian skizziert die Zukunft der Suche: weniger Fokus auf Technik/Content/Links, mehr Machine Learning und Recommender-Systeme (Discover, Lens, MUM). Wer gewinnt, trifft Intent und liefert die beste User Experience & Zufriedenheit.
Bastian Grimm gilt als renommierter Experte für Enterprise SEO im internationalen Kontext sowie für KI im Digital Marketing. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in diesem Bereich wurde er 2019 bei den European Search Awards als „Search Personality of the Year“ ausgezeichnet. Bastian weiß, worauf es im internationalen Marketing ankommt: Nicht nur effiziente Prozesse, sondern vor allem ein umfassendes Verständnis der Zielmärkte sind entscheidend – sowohl auf sprachlicher Ebene als auch in kultureller Hinsicht.
Bastian zeichnet ein klares Zukunftsbild: Klassische SEO-Disziplinen wie Technik, Content und Links verlieren als Differenzierungsfaktoren an Bedeutung, weil sie zunehmend standardisiert oder automatisiert werden. Entscheidend wird, wer die Intention von Nutzerinnen und Nutzern am besten trifft – und wer langfristig Experience und Satisfaction liefert.
Ein Schwerpunkt ist die Suchintention („Warum wird gesucht?“). Wer die Absicht verfehlt, wird aus Sicht von Basti kaum nachhaltig ranken. Dazu passt der Blick auf E-A-T: nicht als messbarer Score, sondern als Konzept, das aus vielen Signalen entsteht. Besonders in sensiblen Bereichen (z.B. Health) könnten vertikalspezifische Modelle und semantische Verfahren (Embeddings) stärker bestimmen, welche Inhalte als vertrauenswürdig gelten – nicht kosmetische Tricks wie Titel oder akademische Zusätze.
Basti erwartet, dass sich Google in Richtung eines automatisierten Empfehlungssystems entwickelt, das Antworten stärker proaktiv liefert – teils ohne klassische Suchanfrage. Beispiele dafür sind heute schon sichtbar: Discover, Assistant und Lens als recommenderartige Zugänge. Mit „Search Journeys“ und dem multimodalen Ansatz von MUM (Text, Bilder, Formate, Sprachen) verschiebt sich Suche weg von Einzeltreffern hin zu kontextbasierten Aufgabenketten.
KI-gestützte Content-Erstellung wird laut Basti zur Normalität: nicht nur Masse, sondern zunehmend „okay“-Qualität, besonders im Mid- und Longtail. Der Wettbewerb verschärft sich, weil Inhalte schneller produzierbar sind. Daraus folgt die strategische Konsequenz: maximale Informationsvermittlung und echte Relevanz statt austauschbarer Texte.
Wenn Technik, Content und Links zur Grundvoraussetzung werden, bleibt als Differenzierung Nutzererlebnis und Zufriedenheit. Ergänzend erwartet Bastian mehr Fokus auf Entitäten und Structured Data (zum „Aufräumen“ inkonsistenter Daten für ML), eine stärkere Rolle von Chrome als Datenplattform sowie mehr Wettbewerb durch sprachübergreifende Ergebnisse. Für transaktionale Suchen könnten außerdem Kaufintegrationen direkt in der SERP näher rücken – mit der Website zunehmend als Fulfillment- und Experience-Layer.
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