In diesem Vortrag erklärt Saskia, warum digitale Barrierefreiheit nicht nur ein gesellschaftliches Thema ist, sondern sich für Unternehmen direkt auszahlt: bessere Nutzererlebnisse, weniger Absprünge und potenziell mehr Traffic und Umsatz. An konkreten Beispielen aus typischen Landingpages zeigt sie, wie unsichtbare Hürden (fehlende Untertitel, schlechte Kontraste, nicht per Tastatur bedienbare Elemente) Nutzer verlieren lassen – und wie man mit klaren Prioritäten und einfachen Tools schnell erste Verbesserungen umsetzt.
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Saskia ist als Webentwicklerin, Bloggerin und Vortragsrednerin tätig. Sie hat eine angeborene Sehbehinderung und kennt das Thema der digitalen Barrierefreiheit sowohl aus der Nutzer- als auch der Websitebetreiber-Perspektive. In bisher rund 30 Vorträgen zu den Themen digitale Barrierefreiheit, Diversität in der IT-Branche sowie Zielerreichung trotz Hindernissen vermittelt sie ihr Wissen in Unternehmen und auf Konferenzen auf inspirierende und praxisnahe Weise weiter.
Saskia zeigt, dass digitale Barrierefreiheit kein „Nice-to-have“ ist, sondern ein klarer Erfolgsfaktor. Eine zentrale Zahl bleibt hängen: Barrierefreie Websites können laut einer Studie von Accessibility Checker rund 12% mehr Traffic erzielen. Übersetzt heißt das: mehr Besucher, mehr Anfragen, mehr Verkäufe. Für Saskia ist Barrierefreiheit deshalb ein Win-win-win: Unternehmen profitieren wirtschaftlich, Nutzer profitieren durch bessere Bedienbarkeit, und die Gesellschaft gewinnt durch mehr Teilhabe.
Barrierefreiheit heißt, dass Menschen mit oder ohne Beeinträchtigung digitale Angebote gleichwertig nutzen können – alle Funktionen, ohne Hürden. Saskia spricht bewusst von Beeinträchtigungen, weil sie auch temporär sein können (z. B. ein gebrochener Arm, der das Klicken erschwert). Der Punkt: Barrierefreiheit betrifft nicht „nur andere“, sondern potenziell jede Person – und oft gerade dann, wenn digitale Angebote besonders wichtig werden.
An einer bewusst „maximal nicht barrierefreien“ Verkaufsseite macht Saskia die häufigsten Hürden greifbar:
Die Folge ist fast immer dieselbe: Nutzer versuchen es mehrfach, werden frustriert, brechen ab – und wechseln zur Konkurrenz. Saskia spricht dabei auch aus eigener Erfahrung mit stark eingeschränkter Sehkraft: Wenn Prozesse scheitern, ist der schnellste Ausweg oft „zurück zu Google“.
Saskia rät, Barrierefreiheit von Anfang an einzuplanen: Zeit, Ressourcen, Tests und Sensibilisierung im Team (z. B. durch Expertise im Kick-off). Für laufende Projekte helfen Audits mit Tools, Dienstleistern oder direktem Nutzerfeedback, daraus entsteht eine priorisierte To-do-Liste.
Als schnelle Basics nennt sie: Untertitel und gesprochene Inhalte in Videos, verständliche Texte, Alternativtexte für informative Bilder, klare Beschriftungen statt reiner Icons sowie guten Kontrast und Lesbarkeit. Ein besonders einfacher Einstieg: die Accessibility-Checks im Browser (Developer Tools), die schon viele Probleme sichtbar machen.
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